Die Lage
Für eine Branchenstudie von ALPS RESORTS und P8 Business Strategy wurden im Frühjahr 2025 rund 150 touristische Entscheidungsträger befragt. Ergebnis: Vier von fünf Ferienhotels sind vom Fachkräftemangel betroffen, bei Betrieben mit bis zu 49 Mitarbeitenden sind es 90 Prozent. Zwei Drittel schränken deshalb ihr Angebot ein. 51 Prozent haben die Öffnungszeiten in der Gastronomie verkürzt, 47 Prozent die Rezeptionszeiten, 40 Prozent reinigen die Zimmer seltener.
Was eine Anzeige nicht zeigt
Eine Stellenanzeige beschreibt Aufgaben und Arbeitszeiten. Die Fragen, die über eine Bewerbung entscheiden, beantwortet sie selten: Wer ist mein Chef? Wie geht das Team miteinander um? Wie sieht ein Dienst wirklich aus? Wo wohne ich in der Saison? Wer das vorher sieht, weiß, worauf er sich einlässt.
Was in die Videos gehört
Am stärksten wirken Videos, in denen Ihre Mitarbeiter selbst zu Wort kommen. Bewährt haben sich ein Dienst von Anfang bis Ende aus Sicht einer Person, die Mitarbeiterunterkunft, das Personalessen, das Briefing vor dem Service und die freien Tage in der Region. Gedreht wird mit den Leuten, die wirklich bei Ihnen arbeiten.
Eine Regel, die viele nicht kennen
Stellenanzeigen auf Facebook und Instagram laufen in weiten Teilen Europas in einer eigenen Anzeigenkategorie für Beschäftigung. Alter, Geschlecht und Postleitzahl lassen sich dort nicht frei als Zielgruppe einstellen. Die Auswahl muss deshalb das Video selbst treffen: Es muss so konkret zeigen, wie die Arbeit bei Ihnen aussieht, dass sich die Richtigen angesprochen fühlen.
Was es dafür braucht
- Ihr Team vor der Kamera, nicht nur Zimmer und Spa.
- Videos über das ganze Jahr. Wer im Herbst für den Winter sucht, sollte schon im Sommer sichtbar sein.
- Ein kurzer Bewerbungsweg am Handy: wenige Felder, Lebenslauf und Anschreiben nicht als Pflicht.
- Eine Ansprechperson mit Namen und Telefonnummer, die schnell antwortet.